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Erfolg der Genossenschaft

Erste Gemeinderatssitzung nach der Pause / LĂ€rmaktionsplan und Bauleitplanung fĂŒr Solarpark

Breisach. Im Mittelpunkt der ersten Sitzung des Gemeinderats Breisach nach der Sommerpause standen mit der Fortschreibung des LĂ€rmaktionsplans und dem geplanten Solarpark auf der Gemarkung Hochstetten zwei umwelt- und energiepolitische Themen. BĂŒrgermeister Oliver Rein betonte beim LĂ€rmschutz Breisachs Vorreiterrolle: „Wir haben uns 2021 als eine der ersten Kommunen im Land mit dieser Thematik befasst, einen LĂ€rmaktionsplan erstellt und konkrete Maßnahmen umgesetzt.“

Hierzu zĂ€hle insbesondere die nahezu flĂ€chendeckende EinfĂŒhrung von Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet. Nach fĂŒnf Jahren sei der Aktionsplan fortzuschreiben. Alexander Colloseus, Abteilungsleiter der beauftragten Firma Fichtner Water GmbH, erlĂ€uterte den Sachstand und umriss kĂŒnftige Möglichkeiten wie den Einsatz lĂ€rmoptimierten Asphalts, den verstĂ€rkten Einsatz von Blitzern oder der Errichtung von LĂ€rmschutzwĂ€nden an belasteten Stellen. Colosseus wies auf formale Grenzen hin: „In den meisten FĂ€llen liegt die ZustĂ€ndigkeit bei BaulasttrĂ€ger und Verkehrsbehörde und nur in wenigen FĂ€llen bei der Stadt Breisach.“

Lob fĂŒr den aktuellen Stand

FraktionsĂŒbergreifend gab es Lob fĂŒr den aktuellen Stand. Mit geringen Mitteln wie Tempo 30 habe man eine große Wirkung erzielt und nicht nur einen Plan fĂŒr die Schublade erstellt. Einig zeigte sich das Gremium ĂŒber die beschrĂ€nkten Möglichkeiten, zusĂ€tzliche Effekte zu erzielen. Entweder fehle, wie entlang B 31 und L 104, die ZustĂ€ndigkeit oder es mĂŒssten weitere Finanzmittel eingesetzt werden, was im Falle einer LĂ€rmschutzwand auch fĂŒr die Anlieger ĂŒber eine Umlage zu zusĂ€tzlichen Kosten fĂŒhren wĂŒrde. Im Ergebnis stimmte der Gemeinderat einstimmig der Offenlage des LĂ€rmaktionsplans zu, in deren Rahmen sich neben den Fachbehörden auch die BĂŒrgerschaft in die Fortschreibung einbringen kann.

Solarpark in Hochstetten

Im Zuge einer nachhaltigen Förderung erneuerbarer Energien ist geplant, die auf Gemarkung Hochstetten befindliche frĂŒhere Erdaushubdeponie zu einer FreiflĂ€chen-Photovoltaikanlage (FPV) zu entwickeln. Realisierung und Betrieb der FPV soll durch die BĂŒrgerenergiegenossenschaft Breisgau (BEB) erfolgen, wodurch eine hohe lokale Wertschöpfung und eine direkte Beteiligung der BĂŒrgerschaft an der Energiewende vor Ort möglich wird.

Abstimmung ĂŒber die Offenlage

Zur Schaffung von Rechtssicherheit sind die Änderung des bestehenden FlĂ€chennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans „Solarpark Hochstetten Deponie“ erforderlich. Auch in dieser Thematik zeigte sich das Gremium im Wesentlichen einig. Thomas Vierlinger (CDU), Julius Holzer (GrĂŒne/ULB) und Frank Kreutner (SPD) sahen einen logischen Schritt aus dem bisherigen Verfahren. Kritik kam von Volker Kempf (AfD), der unter anderem einen Interessenskonflikt mit der Landwirtschaft befĂŒrchtete. Dem widersprach Diana Rein (FDP/FWB): „Der betroffene Landwirt befĂŒrwortet ausdrĂŒcklich die FPV.“ In der Abstimmung stimmte der Gemeinderat gegen drei Stimmen der AfD mehrheitlich fĂŒr die Offenlage von FlĂ€chennutzungsplan und Bebauungsplan. Das Schlusswort gebĂŒhrte dem BĂŒrgermeister: „Die Genossenschaft kann jetzt eine Flasche Sekt aufmachen“. Werner Seger