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Sportstätten-Masterplan steht

Der Sportstätten-Masterplan konnte einstimmig im Gemeinderat beschlossen werden

Umkirch. Ein bedeutsamer Schritt für die Zukunft der Sport- und Freizeitstätten ist gemacht: Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung das Sport- und Freizeitstättenkonzept in der favorisierten optimierten Variante einstimmig als langfristigen Masterplan beschlossen.

Dem Beschluss ging ein intensiver Beratungs- und Planungsprozess voraus. Verschiedene Varianten wurden untersucht, der Gemeinderat befasste sich in Klausuren und Sitzungen mit der Entwicklung des Areals, Nutzergruppen und Bürger wurden einbezogen. Die Ergebnisse der Bestands- und Bedarfsanalyse sowie der Bürgerbeteiligung stellte Florian Müllerschön dem Gemeinderat nochmals vor.

Erheblicher Bedarf bei Hallenkapazitäten

Dabei wurde deutlich, dass insbesondere bei den Hallenkapazitäten erheblicher Bedarf besteht. Für den Schul- und Vereinssport werden zusätzliche Kapazitäten benötigt. Das Konzept sieht deshalb langfristig unter anderem eine Zwei-Feld-Sporthalle vor. Auch bei den Außensportanlagen besteht Entwicklungsbedarf. Vorgesehen sind unter anderem ein Kunstrasenplatz mit Trainingsbeleuchtung, die Weiterentwicklung des Naturrasenplatzes sowie weitere Sport- und Bewegungsangebote.

Mehr als eine reine Sportstätte

Gleichzeitig soll das Areal künftig mehr sein als eine reine Sportstätte. Die Beteiligung von 236 Bürgern zeigte einen deutlichen Wunsch nach frei zugänglichen Bewegungs-, Freizeit- und Aufenthaltsangeboten. Im Masterplan finden sich deshalb unter anderem ein Bürgerpark, Calisthenics- und Bewegungsangebote, Basketball/Inlinehockey sowie weitere Aufenthaltsbereiche. Eine wesentliche Änderung gegenüber früheren Planungsständen ist die stärkere räumliche Trennung von Vereinssport und öffentlich zugänglichen Angeboten. Die Vereinsflächen sollen zu einem zusammenhängenden Sportbereich gebündelt werden, während öffentliche Bewegungs- und Freizeitangebote einen eigenen Schwerpunkt bilden. Gleichzeitig bleiben bewusst Flächenreserven für spätere Entwicklungen erhalten.

Rund 15 Millionen Euro

Florian Müllerschön bezifferte den derzeitigen Kostenrahmen auf rund 11 Millionen Euro für die Hochbauten und rund 4 Millionen Euro für die Sportfreianlagen. Diese Zahlen stellen ausdrücklich noch keinen Investitionsbeschluss dar.

Kein Investitionsbeschluss

Das betonte auch Bürgermeister Pascal Saffran: „Wir fassen heute keinen Investitionsbeschluss.“ Mit dem Masterplan werde vielmehr die strategische und räumliche Ausrichtung für die kommenden Jahre festgelegt. Das Vorhaben sei als langfristiges Projekt angelegt, bei dem die einzelnen Schritte nach und nach entschieden würden.

Keine große Diskussion

Aus den Reihen des Gemeinderats gab es nach der ausführlichen Vorgeschichte nur noch kurze zustimmende Stellungnahmen. Gabriel Tröscher (CDU) fasste den Beratungsverlauf zusammen: „Da gibt es eigentlich nicht mehr viel zu diskutieren.“ Der Umkircher Gemeinderat habe sich intensiv und langfristig mit dem Thema beschäftigt, unter anderem in Klausuren und unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger.

Nächste Schritte

Die Umsetzung soll nun bauabschnittsweise erfolgen. Als nächster Schritt sollen die Planung konkretisiert und sinnvolle Bauabschnitte festgelegt werden. Über die jeweiligen Maßnahmen und die dafür erforderlichen Haushaltsmittel entscheidet der Gemeinderat zu gegebener Zeit gesondert.

Mit dem einstimmigen Beschluss ist damit der langfristige planerische Rahmen gesetzt – ein großer Schritt nach vorne für die Sport- und Freizeitentwicklung in Umkirch. Alfons Theis