Feuerteufel war unterwegs
In Umkirch und Gottenheim gab es mehrere Brände – die Kriminalpolizei bittet um Hilfe
Umkirch/Gottenheim. Die Feuerwehr in Umkirch lud in der letzten ReblandKurier-Ausgabe zu ihrem beliebten, jährlichen Herbstfest ein – und musste dann auf Grund eines schweren Brandes gegenüber des Gerätehauses das große Fest am Mittwoch – nach Druck der RK-Ausgabe – wieder absagen. Stattdessen verhinderte die Freiwillige Feuerwehr Umkirch, gemeinsam mit anderen Wehren, Schlimmeres und leistete – einmal mehr – großartige Arbeit. Doch nicht nur in Umkirch waren Brände zu löschen, auch in Gottenheim kam es kurz vorher zu einem Brand.
In der Nacht zum Mittwoch, 7. Oktober, gegen 1.20 Uhr kam es in der Umkircher Straße in Gottenheim zu einem Brand eines im Bereich der Winzergenossenschaft abgestellten Wohnmobils und eines Wohnwagens. Nachdem Anwohner erste Löschmaßnahmen eingeleitet hatten, konnte die Freiwillige Feuerwehr Gottenheim, die mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort war, das Feuer unter Kontrolle bringen. Auch ein DRK-Rettungswagen war in das Einsatzgeschehen eingebunden. Medizinische Versorgungen gab es nicht. Am Wohnmobil und am Wohnwagen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 65.000 Euro.
Gegen 1.55 Uhr kam es anschließend im Bereich des Gutshofs in Umkirch zu einem weiteren Brand. Mehrere Anwohner meldeten ein Feuer in einem großen Holzcarport. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen der Carport und die acht darin abgestellten Fahrzeuge im Vollbrand. Die Freiwillige Feuerwehr Umkirch war mit allen Fahrzeugen und rund 80 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurde sie durch die Feuerwehren aus Bötzingen und March, die Drohnengruppe Ost aus Kirchzarten, einen ABC-Erkunder aus Ihringen sowie die Führungsgruppe Kaiserstuhl. Darüber hinaus waren das Technische Hilfswerk und die Polizei vor Ort, zwei DRK-Rettungswägen, ein DRK-Notarzt sowie der DRK-Ortsverein Umkirch. Die vier ehrenamtlichen Helfer des DRK-Ortsvereins Umkirch begutachteten eine Person medizinisch ohne Transport in eine Klinik. Ein Schaden an den Fahrzeugen des örtlichen DRK entstand nicht.
Der Sachschaden wird nach ersten Einschätzungen auf rund 500.000 Euro geschätzt. An den umliegenden Gebäuden entstand durch die Hitzeentwicklung ein leichter Gebäudeschaden.
Gegen 2.20 Uhr brannte es erneut in Gottenheim. In der Waldstraße gerieten aus bislang unbekannter Ursache fünf Mülltonnen in Brand. Die zu diesem Zeitpunkt noch immer im Einsatz befindliche Freiwillige Feuerwehr Gottenheim konnte das Feuer rasch löschen und ein Übergreifen auf das unmittelbar angrenzende Wohnhaus verhindern. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Infos vor.
Am Tag darauf wurden in der Straße „Dachswanger“ in Umkirch zwei weitere Brandstellen festgestellt. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und Abläufen dauern gegenwärtig noch an. Nicht nur aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe der fünf Brände ist nach derzeitigen Erkenntnissen von vorsätzlicher Brandstiftung auszugehen. Die Kriminalpolizei Freiburg (Telefon 0761/8822880) sucht Zeugen, die Hinweise zu den Bränden geben können oder verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Auch Wahrnehmungen zu Personen oder Fahrzeugen, die vor oder nach den Tatzeiten aufgefallen sind, sind für die Ermittlungen von großem Interesse.
Dankesworte der Gemeinde
„Die Gemeinde Umkirch dankt allen beteiligten Einsatzkräften der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks und der Polizei für ihren engagierten Einsatz“, so die Gemeinde. Kirsten Riess
