1:0 im Kampf gegen Leukämie
Glottertal (aza). Nicht nur der 3:1-Sieg beim Sonntagheimspiel war Anlass zum Jubel für den SV RW Glottertal. Vor und nach dem Spiel trugen sich 60 Besucher und Spieler in eine Stammzellenspenderliste ein.
Die 28-jährige Stephanie Wisser, die ehrenamtlich in der Uniklinik Freiburg mithilft, hat ein Herz für Leukämiekranke. Hierzu sucht sich aktiv potentielle Stammzellenspender. Schon vor zwee Jahren startete sie daher an ihrem Arbeitsplatz bei der Firma Sick in Waldkirch eine Aktion, bei der sich Interessierte im Alter zwischen 18 und 55 Jahren in eine Liste eintragen konnten. Auch beim Freiburg-Marathon hatte sie im Messegelände einen Stand für die Stammzellenspendersuche. Die Idee, dies ebenfalls in ihrem Heimatort bei einem Heimspiel des SV Rot-Weiß durchzuführen, stieß in der Vorstandschaft um Klaus-Dieter Trischler auf offene Ohren.
Am Sonntag war es endlich so weit. Beim Spiel der Herren gegen den SF Oberried wurde vor und nach dem Spiel fleißig die Werbetrommel gerührt. Am mit Banner versehenen Stand nahmen Wisser und Lena Buderer fleißig Proben entgegen. Neben dem Eintrag in die Liste, durften die Probanden einen Wangenabstrich an sich selbst durchführen, damit ihnen ein passender Empfänger via Genprobe zugeordnet werden kann. Zur Probe galt es auch eine Einverständniserklärung, sowie einige Gesundheitsdaten abzuliefern.
Sieg auf ganzer Linie Auch SV RW Altvorstand und Vereinssprecher Claus Vorgrimler sprach neben dem 3:1-Heimspielsieg gegen den SF Oberried von einem Sieg auf ganzer Linie, denn 60 Menschen ließen sich durch diese Aktion in die Datenbank eintragen. Ein Riesenerfolg also im Kampf gegen den Blutkrebs. Nicht nur der Fußball sondern alle Vereine böten die Möglichkeit Spender vermehrt zu finden. Er hofft daher auf zahlreiche Nachahmer, um hier „über den Tellerrand hinauszublicken“.
