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Die Kandelbrücke als Millionenprojekt

Glottertal (aza). Die Sanierung der Kandelbrücke geht mit 909.078 Euro an die Firma Schmidt aus Bernau. Die Verkabelungsarbeit in der Wissereckstraße kostet 18.308 Euro und geht an die NetzeBW. Kindergartengebühren steigen, während die Ganztagesbetreuung reduziert wird. Mindestens eine ADAC-Fahrradservice-Station wird im Tal installiert.
In der Fragerunde für Bürger ging es in der Gemeinderatssitzung um die neu eingeführten Parkzeiten, die Dauerparker von den öffentlichen Parkplätzen fernhalten sollen. Auch am Sportplatz sind nun maximal 2 Stunden Parken erlaubt. Der Vorschlag aus der Bürgerschaft lautete, diese Begrenzung nur an Werktagen von 8 bis 18 Uhr zu beschränken, auch mit Blick auf das Training und die Spieltage des SV Rot-Weiß.
Bürgermeister Karl Josef Herbstritt hielt dagegen, dass der Parkplatz als Ausweichstrecke für den Schwerlastverkehr herhalten müsse, der während der Sanierung der Kandelbrücke über die Winzerstraße zum Ohrenbach umgeleitet werde. Daher rückte er nicht von der neuen Anordnung ab, zumal es mit dem Verein so besprochen sei. Claus Vorgrimler monierte, dass dies nicht mit dem Rat abgestimmt sei. Am Sitzungsende stellte Christoph Maier daher den Antrag, das Parkraumwirtschaftskonzept nochmals im Bauausschuss zu besprechen, damit der Rat auch nach außen hin „an einem Strang ziehe“.
Etwa ein Jahr Bauzeit Planungs-Ingenieur Michael Leber erläuterte dem Rat nochmals die Finessen der notwendigen Ersatzbau an der Kandelbrücke. Im Gegensatz zur bereits erneuerten Ahlenbachbrücke sei die Kandelbrücke direkt an der L112, was andere, verkehrstechnische Anordnungen, sowie auch technische Herausforderungen nach sich ziehe. Die Bauzeit wird voraussichtlich vom 15. Oktober 2026 bis 20. November 2027 dauern. Dabei werde im Regelfall versucht, ohne Ampelanlage auszukommen. Sechs bis acht Wochen käme man jedoch nicht um eine Ampel herum. Hierbei müsse dann auch die untere Ausfahrt des REWE-Lebensmittelmarktes gesperrt werden.
Vier Angebote wurden abgegeben. Lebers Kostenberechnung belief sich auf 1.023.400 Euro. Die Firma Schmidt aus Bernau erhielt mit 909.078 Euro den Zuschlag und bietet damit ein Puffer für unvorhergesehene Arbeiten von 114.000 Euro, die vermutlich unumgänglich seien.
Pannenselbsthilfe für Radler Nach dem Brand in der Wissereckstraße ist die Neuverkabelung der Straßenlaternen von Haus Nummer 7 bis 9a nötig. Die NetzeBW erledigt dies für 18.308 Euro. Freuen dürfen sich zukünftig Radfahrer, die eine Panne in Glottertal haben, denn die Gemeinde erhält eine ADAC-Radservicestation, was alle Räte sehr begrüßten. Mit der Tankstelle in den Engematten und dem Parkplatz an der Eichberghalle standen zwei Standortvorschläge im Raum. Lukas Böll brachte die Idee nahe der Bushaltestelle am Rathaus mit ein, da sie in der Nacht besser einsehbar sei und dies Vandalismus vorbeuge. Außerdem sei die Servicestation auch für ortsunkundige Radfahrer auf der L112 besser zu finden. Der Bauausschuss soll nun alle drei Standorte sondieren. Maier erhofft sich, eventuell zwei dieser Stationen vom ADAC zu ergattern, um auch das Untertal versorgt zu wissen.
Kindergartenbeiträge Alle zwei Jahre werden – gemäß dem Vorschlag der Kirchen-und kommunalen Landesverbände – die Kindergartenbeiträge angepasst. Für das kommende Kindergartenjahr sind im „Zum Schutzengel“ 4,5 Prozent und für dann Jahr darauf 4 Prozent vorgeschlagen. Da der Bereich Ganztagsbetreuung kaum genutzt wird, wird dieses Angebot von 17 Uhr auf 15 Uhr reduziert. Auch die bisherigen, flexiblen Modelle, bei denen tageweise gebucht werden konnte, werden in die Fünf-Tage-Woche überführt. Die jetzigen Nutzer erhalten jedoch Bestandsschutz. Die Gebühren betragen daher ab September (für Kinder mit ein/zwei/drei/vier Kindergartenkinder) wie folgt: Verlängerte Öffnungszeit von 7.30 – 13.30 Uhr bei Fünftagewoche pro Monat (228/176/119/40 Euro) statt bisher (218/168/111/38 Euro). Die Ganztagesgruppe von 7.30 bis 15 Uhr (422/314/215/83 Euro) statt (404/300/205/80 Euro). Die „Bestandskinder“ mit Vier-Tage-Woche bis 15 Uhr und einmal bis 13 Uhr zahlen (400/297/203/79 Euro), bei Drei-Tage-Woche und zweimal bis 13 Uhr (379/281/192/75 Euro).