Mit Tatkraft in das neue Amt
100 Tage Bürgermeister in Staufen: Benjamin Bröcker fühlt sich willkommen und startet durch
Staufen. Besondere Monate liegen seit der Bürgermeisterwahl am 2. November 2025 hinter Staufen. Nach einigen Monaten des Abwartens auf Grund einer Klage trat Benjamin Bröcker am 21. Mai schließlich sein Amt als Bürgermeister in Staufen an. Mittlerweile ist er 100 Tage im Amt.
„Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden und bin gleich in die Vollen gegangen“, blickte Bürgermeister Bröcker am Montag auf seine Anfangszeit zurück. Im Rahmen von Gesprächen mit den Mitarbeitern, Teams und Abteilungsleitern hätten diese ihn auf den aktuellen Stand der Großprojekte gebracht. „Jetzt habe ich einen vertieften Überblick und kann anfangen zukünftige Weichen so zu stellen, wie ich es mir vorstelle“, blickt Bröcker optimistisch in die Zukunft.
Mängel am Faustforum
Doch nur mit Gesprächen hat er die ersten 100 Tage nicht gefüllt. Neben dem Tagesgeschäft haben ihn etwa auch zum Vorschein kommende Baumängel am neuen Faustforum beschäftigt. „Eine schnelle Schließung war nicht notwendig, bei anstehenden Terminen wird sich in den kommenden Tagen nun das weitere Vorgehen ergeben“, so Bröcker. Der Fassanstich beim Annafest, die Fahrt im Cabrio bei der Eröffnung des Markgräfler Weinfestes waren sicherlich so manche der erfreulicheren Termine binnen der ersten 100 Tage im Staufener Rathaus.
Noch kein Stimmrecht
Ein Termin für seine Vereidigung im Amt steht allerdings noch nicht fest. Hintergrund ist ein Antrag auf Zulassung der Berufung im Nachgang des Urteils des Verwaltungsgerichtes Freiburg zur Bürgermeisterwahl. Hier läuft nun bis Mitte September eine weitere Frist, damit Beteiligte eine Stellungnahme einreichen können. Ein Thema, das Bürgermeister Bröcker nicht einschränkt – das nicht vorhandene Stimmrecht im Gemeinderat ist für ihn eine Nebensache. Doch er bekomme viel positiven Zuspruch aus der Bevölkerung. „Das ist schön“, zeigt sich der Bürgermeister dankbar und fügt hinzu: „Der Vertrauensvorschuss berührt mich“. Doch zugleich hofft er, dass die Bürger mit ihm Geduld haben werden. Denn auch er müsse Zeitabläufe einhalten und könne nicht zu schnell agieren. Dankbar zeigt er sich auch für die kompetente Verwaltung im Staufener Rathaus und ist von den profunden Fähigkeiten im Rathaus begeistert.
Drei Säulen fürs Stadtmarketing
Neben den zahlreichen Projekten, die Bröcker in Staufen zu begleiten hat, hat er sich eines herausgesucht, auf das er einen Schwerpunkt setzen möchte: die Professionalisierung des Stadtmarketings. „Hier müssen wir deutlich sichtbarer werden, das ist wichtig“, betont Bröcker. Im Wahlkampf war dieses Thema, im Gegensatz zu anderen Kandidaten, bei ihm noch kein ausgewiesener Schwerpunkt. Doch die ersten 100 Tage im Amt haben ihm die Wichtigkeit aufgezeigt. Auf drei Säulen möchte Bröcker das Stadtmarketing aufbauen: Kultur, etwa im Faustforum, Tourismus sowie auf dem Bereich Innenstadt und Gewerbe. Annika Willscheid
