WZO

Rosenstraße wird teilweise zur Fußgängerzone

Denzlingen (hg). Am Samstag, 19. September, wird es in der Denzlinger Ortsmitte von 15 bis 22 Uhr ein vielfältiges kulturelles Programm geben. Bis zum 14. Dezember wird ein Abschnitt der Rosenstraße autofrei sein und zum „offenen, sicheren und inspirierenden Begegnungsraum“ werden.
Unter Federführung des Arbeitskreises kultureller Vereine in Denzlingen (AKVD) wird man besonders am Samstag und danach immer wieder „ein bisschen Freiburger Atmosphäre“ schnuppern können, nämlich musizierende und singende Gruppen, die zum Verweilen einladen. Zur Eröffnung der „Lebendigen Ortsmitte“ am Samstag werden rund 150 Mitwirkende für ein vielseitiges Kulturprogramm sorgen, um die Besucher eine „Gemeinschaft mit all ihrer Vielfalt unmittelbar erleben zu lassen“. Von Spotlichtern bestrahlt, werden Mitglieder des Vereins Stagelife zum Ausklang des Eröffnungstages eine bunte Präsentation beliebter Musicalsongs präsentieren. In diesem Rahmen werden auch Clara Scherberger und Antonia Krehbiel mit Violine und Cello auftreten.
Bis zum 14. Dezember wird der Straßenabschnitt mit dem optisch deutlich markierten Straßenbelag für die „Lebendige Ortsmitte“ reserviert sein. Besucher werden eine großartige Besetzung von Kunst, Tanz und Musik erleben. Die AKVD-Vorsitzende, Petronella Rußer-Grüning, ist nicht nur aus diesem Anlass vielseitig engagiert. Vielmehr wird sie mit mehreren Ensembles als Leiterin auftreten: mit dem Musicalensemble Stagelife, dem Frauenchor Vocanell, dem Männerchor „Ensemble Courage“, dem CVJM-Chor und dem Denzlinger Grundschulchor, der durch ehemalige Chorkinder verstärkt wird, die auf und neben der Bühne zu bekannten Melodien singen und tanzen. Mit dem berühmten Titel „We are the World“ von Michael Jackson werden die Kinder wahrscheinlich viele Herzen öffnen.
In verschiedenen Räumlichkeiten und Schaufenstern der lokalen Geschäfte der „Lebendigen Ortsmitte“ werden außergewöhnliche Kunstobjekte zu bewundern sein, ein Kunstpool des Erasmus-Gymnasiums, das bekanntlich auch Kunst als „Profilfach“ anbietet. Daneben werden auch Werke von Mitgliedern des Denzlinger Kulturkreises (dk) ausgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Tanzstudio „Let’s move“ und dem Musicalverein Stagelife werden dem Publikum schwungvolle Choreographien mit bekannten Chartsongs der Musicalszene präsentiert, wobei die Besucher zum Mitswingen eingeladen werden. Das Tangoduo „Duo Misteriosa vida“ mit Gitarre und Querflöte rundet den Nachmittag ab und wird bei dieser Gelegenheit zu einem Konzert im Storchenturm einladen.
Keine „kulturelle Eintagsfliege“ Der Samstag soll jedoch keine „kulturelle Eintagsfliege“ bleiben. Vielmehr plant man in der „Lebendigen Ortsmitte“ bis Dezember zahlreiche Auftritte im Stil von Straßenmusikanten, die ähnlich wie zum Beispiel in Freiburg und anderen Städten für spontane unterhaltsame Darbietungen sorgen. „Bächle“, in denen Kinder ihre „Schiffle“ fahren lassen könnten, gibt es in der Rosenstraße zwar nicht, aber sehr wohl überdachte Fußgängerzonen, in denen man trockenen Fußes verschiedene Geschäfte aufsuchen kann und auch einige Restaurants, in denen nicht nur badische Esskultur gepflegt wird.
Für rund drei Monate wird sich der gepflasterte Abschnitt der Rosenstraße in eine Fußgängerzone verwandeln und für den motorisierten Individualverkehr gesperrt bleiben. „Im Herzen Denzlingens entsteht eine lebendige Bühne für Bürgerinnen und Bürger, für Vereine, Gewerbe und Kultur“, sagt Beatrice Birkle aus der Gemeindeverwaltung, die an der Organisation federführend mitwirkt. Das dreimonatige Projekt „Lebendige Ortsmitte“ diene als „Reallabor“ mit dem Ziel herauszufinden, ob eine dauerhafte Verkehrsberuhigung für die langfristige Ortsentwicklung sinnvoll und tragfähig ist. Die Maßnahme ist eine Kernkomponente des preisgekrönten Klimakonzepts der Gemeinde Denzlingen im Rahmen des Landes-Förderwettbewerbs „Auf dem Weg zur Klimaneutralität“. Sie wird zu rund 90 % aus Fördermitteln des Landtags finanziert, die im Zuge dieses Wettbewerbs vom Land Baden-Württemberg bereitgestellt werden.