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Großes Lob für die Feuerwehr von allen Seiten

Ettenheim (ks). Den Feuerwehren der Gesamtstadt wird eine hohe Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft bescheinigt. Dessen ungeachtet sind weitere Verbesserungsmaßnahmen im Laufe der kommenden Jahre zu bewerkstelligen.
Beschluss über den Feuerwehrbedarfsplan der Feuerwehr für die Jahre 2027 bis 2033 stand auf der Sitzung des Gemeinderates in dessen letzter Sitzung vor der Sommerpause. Beachtliche 150 Seiten umfasst die Analyse der vorgeschriebenen Standards, des Ist-Zustands vor Ort und des daraus resultierenden Maßnahmenkatalogs der anzustrebenden Verbesserungen.
Mit der Erarbeitung des Bedarfsplans beauftragte die Stadt im vergangenen Jahr das Büro Gefahrenabwehrplanung Hohloch Freiburg.
Bedarfsplan in der Übersicht Die Erkenntnisse trug Ralf Jörg Hohloch dem Gemeinderat und einer Vielzahl von Feuerwehrleuten aus dem gesamten Stadtgebiet am Montagabend bei der Sitzung im katholischen Pfarrzentrum vor. Der Feuerwehrbedarfsplan umfasst die Erstellung eines Fahrzeugkonzeptes, notwendige Beschaffungsmaßnahmen für Geräte und Kleidung, Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie bauliche Notwendigkeiten an den bestehenden Feuerwehrhäusern.
„Ettenheim hat eine leistungsfähige, motivierte Feuerwehr in allen Abteilungen“, so Hohlochs Beurteilung, der sich begeistert von der Vielzahl an Jugendlichen (25) zeigte. 126 aktive Kameraden zählt die Wehr, die in diesem Jahr bisher schon auf 101 Einsätze zurückblickt und damit voraussichtlich die Einsatzzahlen vieler Vorjahre übertrifft. 48,9 Quadratkilometer Fläche der Zuständigkeit sind maßgeblich für die zeitliche Erreichbarkeit des Einsatzortes.
Bessere Verfügbarkeit Sein Urteil: „Sehr gut“. Die Löschwasserversorgung ist ausreichend, den Ausbildungsstand bezeichnete er als ausgesprochen gut. Verbessert werden muss nach seiner Analyse die Tagesverfügbarkeit der Wehrleute. Mit Ausbildung und Einsätzen kommen die Ettenheimer Wehren auf annähernd 10.000 Stunden. Stundenmäßig entspreche das einem Einsatz von zwei bis 2,5 Wochen pro Mitglied der Wehr. Fahrzeugkonzept und -bestand sowie Geräteausrüstung sind nach Worten des Experten soweit gut. Ein zweiter Gerätewart wäre erstrebenswert.
Der zunehmenden Verwaltungstätigkeit der Kommandanten, die durch fusionierende, größere Wehren noch verstärkt wird, sei dadurch entgegenzusteuern, dass diese seitens der Stadtverwaltung verstärkt übernommen wird.
Münchweier und Wallburg Den größten Handlungsbedarf sieht auch Hohloch im Bereich von Münchweier und Wallburg. Ein gemeinsames Feuerwehrhaus, zusammen mit Ettenheimmünster, müsse Ziel sein – eine Erkenntnis, die in Ettenheim und den Ortsteilen schon lange im Gespräch ist.
Kreisbrandmeister Bernhard Frei, der der Sitzung beiwohnte, betonte die Wichtigkeit und die Berechtigung eines solchen Bedarfsplans. Löblich äußerte sich Frei über die transparente interkommunale Zusammenarbeit gerade unter Beteiligung der Ettenheimer Wehr. Hohlochs Urteil eines großen Engagements im Ehrenamt und einer hohen Leistungsfähigkeit schloss ich Frei mit Blick auf die Ettenheimer Wehr an. Kommandant Christian Mösch sah sich durch die positiven Rückmeldungen bestätigt: „Wir stehen gut da.“
Viele Frauen in Münchweier In der Aussprache des Gemeinderates sprach Münchweiers Ortsvorsteherin Charlotte Götz (FWV) die dringende Notwendigkeit einer Feuerwehrhaus-Lösung in Münchweier an. Der dortigen Wehr gehören viele Frauen an, für die die vorhandenen Räumlichkeiten nicht zumutbar sind. Sie räumte indes die Schwierigkeit ein, ein passendes Grundstück zu finden. „Wir gehen das an“, sicherte Bürgermeister Metz zu, der den Flächenbedarf auf 2.500 Quadratmeter bezifferte.