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Gefeiert, gesungen, getanzt, geschlemmt

Glottertal (aza). Das ganze Wochenende spielen hochkarĂ€tige Blasmusikformationen bei bestem Sommerwetter im Musikpavillon an der Eichberghalle auf und sorgten bei den Heerscharen an Besuchern fĂŒr mitreisende Stimmung. Ob „Froschenkapelle Radolfzell“; „Innsbucker Böhmische“ oder „Schwarzwald Buam“ spielten – es wurde gesungen, getanzt und geschlemmt.
So hat man das Terrain um die Eichberghalle gewiss noch nicht gesehen, doch die Trachtenkapelle Glottertal hat sich mĂ€chtig ins Zeug gelegt, um allen Besuchern des Festwochenendes zum 200-jĂ€hrigen Bestehen nicht nur musikalisch das Allerbeste zu bieten, sondern auch im Punkte Ambiente, Sitzmöglichkeiten, Speise- und GetrĂ€nkeauswahl, sowie beim reibungslosen Zugang und Abwicklung an den StĂ€nden. Der Parkplatz der Halle wurde daher umfunktioniert in eine einladende Budenallee, die jedem Ansturm gerecht werden sollte. Die an den Saal der Eichberghalle anschließenden Terrasse wurde zur GroßkĂŒche umfunktioniert. Die Halle selbst mutierte zum stilvollen CafĂ© mit riesigem Kuchenbuffet. Gut verteilt zwischen Feuerwehrhaus und dem Kindergarten der TalhĂŒpfer fanden sich weitere StĂ€nde, an denen ebenfalls der Durst gelöscht werden konnte oder sich ein Sitzplatz fand. Ein großes Festzelt ĂŒberdachte das Pavillonareal und hĂ€tte die Musikfreunde auch vor Regen bewahrt, der jedoch ausblieb. Am Samstag und Sonntag fungierte es hingegen hervorragend als Sonnenschutz, weshalb es bis auf den letzten Platz – wie die beiden Abende zuvor – besetzt war.
Da dieses arbeitsintensive Musikfest trotz der beachtlichen GrĂ¶ĂŸe der Trachtenkapelle nicht alleine vom Verein gestemmt werden konnte, halfen zahlreiche Vereine und Privatpersonen aus. Auch das ist immer wieder ein prĂ€gendes Element in der GlottertĂ€ler Dorfgemeinschaft, wie PrĂ€sident Bernhard WĂŒrzburger und Ehrenvorsitzender Christoph Maier betonen und ihren Dank aussprachen.
Schlagabtausch der Highlights An der Eröffnung am Freitagabend um 18 Uhr ging es noch gemĂ€chlich zu. Als die „Froschenkapelle Radolfzell“ jedoch die BĂŒhne im Pavillon einnahm, fĂŒllte es sich rasch auf dem Festplatz. Mit Songs, unter anderem von „Queen“, „Udo JĂŒrgens“ oder „Bonny M.“, aber auch Chartshits aus dem Techno- oder Heavy-Metall-Bereich, spielte sich die 25-köpfige Brassband, die sich selbst als „Kings of Frog ’n‘ Roll“ bezeichnet, in die Herzen der Zuhörer und bewiesen, dass sie sich so gar nicht auf ein Genre festlegen lassen. Die Partystimmung schwappte daher schnell auf das Publikum ĂŒber.
Der Samstagnachmittag ging mit der Akkordeon Trachtengruppe gemĂ€chlich zu. Bis „Zweitakt Spezial“ mit böhmisch-mĂ€hrischer Musik ihre Aufwartung machten, hatte sich das Festzelt jedoch schon gut gefĂŒllt. „Die Innsbrucker Böhmische“ verfĂŒhrten anschließend mit einer Spitzenstimmung nicht nur mit ihrer „Böhmischen Liebe“. Kaum zu glauben, dass die „Schwarzwald Buam“ das zur spĂ€ten Stunde noch toppen konnten, doch das Trio mit ihrer Dame im Mittelpunkt brachte echte Partyhits aufs Tablett. Unmöglich dabei einfach still sitzen zu bleiben.
Der FrĂŒhschoppen am Sonntag wurde durch die musikantische Unterhaltung der „Badisch Böhmischen“ eingelĂ€utet. Dieses siebzehnköpfige BlĂ€serensemble aus Elzach und Simonswald knĂŒpfte da an, wo am Vorabend die „Schwarzwald Buam“ aufgehört hatten. Bei den „EgerlĂ€nder 6“ herrschte ebenfalls dichtes GedrĂ€nge. Zumal sie immer wieder zum Mitsingen und Schunkeln einluden. Den stilvollen, aber ebenso beliebten Ausklang des Abends, und damit auch des Festes insgesamt, war den „GlottertĂ€ler Musikanten“ vorbehalten. Doch auch, als sich die Musik dem Ende neigte, fand sich immer wieder ein Aperol Spritz oder Sekt fĂŒr eine gediegene Unterhaltung im WohlfĂŒhlambiente der lauen Sommernacht.