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„Grundlage für weitere Arbeitsplätze“

Ettenheim (ks). Am Montag erfolgte per obligatorischem Spatenstich der offizielle Startschuss für die Erschließung des neuen, rund 4,5 Hektar großen Gewerbegebiets Wolfsmatten III zwischen L 103 und Ettenbach, östlich des Fuhrunternehmens Wildt und des Industrieparks.
„Damit stärken wir unsere Wirtschaftskraft und schaffen die Grundlage für weitere Arbeitsplätze“, so Bürgermeister Bruno Metz mit Verweis darauf, dass im interkommunalen Gewerbegebiet DYNA5 nur noch ein einziger Bauplatz frei ist.
Seit Mai 2021 finden sich in der Berichterstattung aus Gemeinderat und Bauausschuss Verweise auf Überlegungen, Planungen, behördliche Auflagen, sich hinziehende Gespräche mit Grundstückseignern, „viel davon Behördenkram“, wie sich der Bürgermeister ausdrückte. Metz zeigte sich zufrieden darüber, dass die Stadt mit Wolfsmatten III der starken Nachfrage mehrerer Betriebe nachkommen kann. Einige von ihnen stünden schon seit drei Jahren in der Warteschleife.
Ziel sei der Abschluss der Erschließungsarbeiten bis April 2027. Die beauftragte Firma Vogel Bau hat bereits mit den Erdarbeiten begonnen und so im Zeitplan einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet. Ettenheims Tiefbauamtsleiter Björn Zerr erläuterte die Funktion der im Gebiet neu entstehenden Stichstraße und der drei Versickerungsbecken für das anfallende Regenwasser, das damit sofort dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt wird. Die Becken sollen fünfjährige Hochwasser- und Regenereignisse auffangen können. Gerade auch bei dieser Zielsetzung haben Stadt und Planer verschiedene Varianten in Betracht gezogen – von einem Rückhaltebecken mit Pumpwerk zur Überleitung in den südlich vorbeifließenden Ettenbach bis hin zur endgültigen Lösung der Versickerungsmulden. Zudem sei man bemüht, gleich mit den Erschließungsarbeit eine Verlegung von Glasfaser zu verbinden.
Lückenschluss des Radweges Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen hob Metz auf einen weiteren Zugewinn ab: einen wertvollen Lückenschluss des Fuß- und Radweges von der Stadt bis zum Bahnhof in Orschweier. Er wird auf einer Länge von 500 Meter entlang des neuen Gewerbegebiets neu angelegt und mit Mitteln aus Förderprogrammen von Bund und Land mitfinanziert.
Der Baumschule Broßmer, die in den Wolfsmatten eine große Fläche genutzt hat, wird hier auch künftig Land zur Verfügung stehen. Grundsätzlich können sich verschiedene Gewerbe in den Wolfsmatten ansiedeln: Lagerhäuser und -plätze, Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus solarer Strahlungs- oder Windenergie, öffentliche Betriebe sowie Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude. Unzulässig, so wurde in der Bauausschuss-Sitzung im Januar 2025 vom Planungsbüro Fischer klargestellt, sind dagegen Anlagen für sportliche und gesundheitliche Zwecke, Tankstellen, Anlagen für kirchliche, kulturelle und soziale Zwecke oder Einzelhandelsbetriebe mit zentrenrelevanten Sortimenten.
Negativ bescheiden musste Bürgermeister Metz die Frage von FWV-Fraktionssprecher Thomas Dees, ob ein Kreisverkehr im Kreuzungsbereich der alten Landstraße (sie führt an der Holzmühle vorbei zwischen Fuhrunternehmen Wildt und dem neuen Gewerbegebiet) mit der L 103 vorstellbar sei. Das Land, so Metz, habe die Kriterien für einen Kreisverkehr inzwischen so hoch angesetzt, dass heute möglicherweise sogar der Kreisverkehr bei DYNA5 nicht mehr möglich wäre. An der von Dees angesprochenen Stelle sei eine solche Vorstellung unrealistisch, so sinnvoll und wünschenswert sie auch wäre.