Demo für den Erhalt des Hallenbads
Mehr als 250 Menschen demonstrieren in Neuenburg für eine Übergangslösung und eine Zukunft des Bads
Neuenburg. Im Vorfeld der Sitzung des Gemeinderats am Montag, 28. September, in für verschiedene statische Maßnahmen zum Erhalt des Hallenbads für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren, hatte federführend der DLRG, aber auch andere Gruppierungen zu einer Demonstration auf dem Rathausplatz um 17.30 Uhr aufgerufen.
Gehofft hatte man auf 250 Teilnehmer, diese Zahl wurde jedoch bei weitem übertroffen. Schon ab 17 Uhr zeigten sich auf dem Platz eine Vielzahl engagierter Menschen. Darunter große Abordnungen des DLRG, der betroffenen Vereine, Eltern mit Kindern, Menschen mit Handycap, französischen Nachbarn, Nutzer aus Neuenburg, Heitersheim, Badenweiler, die erahnen ließen, wie groß die Zahl der Menschen ist, die das Hallenbad brauchen.
Viele Gründe für den Erhalt
Viele davon hatten Schwimmkleidung an und Poolnudeln, Schwimmflügel, Taucherbrillen oder Ähnliches dabei. Oder Transparente und selbst geschriebene Plakate, sämtlich mit dem Tenor, das Hallenbad zu erhalten. Viele davon betonten im Gespräch mit dem ReblandKurier vor allem die Notwendigkeit, dass Kinder die Möglichkeit erhalten, schwimmen zu lernen. Anderen waren die Ausbildungsmöglichkeiten für die DRLG wichtig, das Schwimmen als Gesundheitsvorsorge oder Fitness. Aber auch Schul- und Behindertensport waren die Argumente der Demonstranten.
Einige, wie beispielsweise Benjamin Scheiling, zeigten auf Transparenten auch ihren Unmut über für sie unverständliche Investitionen wie das Parkhaus, wenn für ein Hallenbad kein Geld vorhanden ist.
Einem jungen Ehepaar, Laura und Marcel Uhrig, die samt Baby zur Demonstration gekommen waren, lagen Babyschwimmen und Schwimmkurse am Herzen.
Provisorium für fünf Jahre
Die Redner, zunächst Alexander Schropp, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg, fassten den Wunsch der Demonstranten dann gekonnt zusammen. Zunächst möchte man ein Provisorium für die nächsten fünf Jahre erreichen, um dann gemeinsam mit Vereinen, Bürgern und umliegenden Gemeinden für den Neu- oder Umbau zu kämpfen. Dafür bat er auch beim Land Baden-Württemberg und Bund um Unterstützung. Seine besonnene Art mit dem Dank an Ordnungskräfte und Polizei kam beim Publikum hervorragend an und auch erklärte er, dass es solches Projekt durch eine Einzelgemeinde kaum finanzierbar sei.
Bürgermeister Jens Fondy-Langela ließ ebenfalls keinen Zweifel daran, wie wichtig ihm der Fortbestand eines Hallenbades in Neuenburg ist, wobei dazu angemerkt werden muss, dass er für dieses Disaster mit seinem Amtsbeginn im Jahr 2023 am wenigsten kann. Doris Reese
