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„Rentnerliege“ für den Ruhestand

Bürgermeister Walter Laub nach 24 Jahren Amtszeit verabschiedet / Überraschung: Feuerwehr-Ehrenmedaille
Sein Nachfolger, Bürgermeister Pascal Saffran, erinnerte in seiner Begrüßung an die besondere Art seines Vorgängers. Dessen Liebe zu Pflanzen, die sich auch in seinem Büro widerspiegele, sei sinnbildlich für seinen Politikstil gewesen: Dinge mit Geduld wachsen zu lassen. Beeindruckt zeigte sich Saffran von Laubs umfassendem Wissen über Gemeinde und Verwaltung sowie seiner Genauigkeit. Er habe ihm nicht nur Akten, sondern auch eine Haltung übergeben: Verantwortung für die Menschen und für die Gemeinde.
Für die Bürgermeister des Sprengels sprach Helmut Mursa. In gereimter Form blickte der Marcher Bürgermeister auf die gemeinsame Zeit mit Walter Laub zurück und dankte ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, seinen Sachverstand und seine kollegiale Art.
Für den Landkreis sprach der Breisacher Bürgermeister Oliver Rein stellvertretend für Landrat Dr. Christian Ante. Er bezeichnete Laub als „Leuchtturm-Bürgermeister“. Seine offene Art, hohe Sachkunde, Bürgernähe und Lösungsorientierung hätten ihn ausgezeichnet. Rein erinnerte an wichtige Projekte der vergangenen Jahrzehnte, darunter die Ortskernsanierung, die Entwicklung des Gewerbegebiets, die Gründung der Gemeindewerke, Investitionen in Kindergarten und Schule sowie neue Baugebiete. Mit Laubs Namen verbunden sei auch die solide Finanzlage der Gemeinde mit einer außergewöhnlich niedrigen Pro-Kopf-Verschuldung.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Christa Strecker-Schneider würdigte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. In 25 Jahren habe sie Laub nur ein einziges Mal krankheitsbedingt vertreten müssen. Sie erinnerte an zahlreiche Infrastruktur- und Sanierungsprojekte sowie an sein großes Engagement für Kinderbetreuung, Schule, Pflege und Wohnungsbau. Besonders hervor hob sie seine Verlässlichkeit, Bürgernähe und seine Verbundenheit mit dem örtlichen Vereinsleben.
Ehrungen, Dank und persönliche Abschiedsworte

Auch die Vereine dankten ihrem langjährigen Bürgermeister. Vereinssprecher Benedikt Tröscher lobte die stets konstruktive Zusammenarbeit sowie die Förderung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Laub habe Vereine und Ehrenamt von Beginn an unterstützt, die Bürgerstiftung mit auf den Weg gebracht und als Schirmherr das Gutshofsfest begleitet. Als Geschenk überreichten die Vereine ein gebundenes Gutscheinheft mit Angeboten der örtlichen Vereine sowie eine große „Rentnerliege“.

Für eine besondere Überraschung sorgte Tröscher als Feuerwehrkommandant: Gemeinsam mit dem Marcher Bürgermeister Helmut Mursa überreichte er Walter Laub die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille. Damit wurde dessen langjährige Unterstützung der Feuerwehr bei deren personeller, sachlicher und baulicher Entwicklung gewürdigt.

Aus der französischen Partnergemeinde Bruges bei Bordeaux war Michèle Sacriste angereist. Sie dankte Laub für die langjährige und vertrauensvolle Pflege der Partnerschaft und die enge Verbundenheit zwischen beiden Gemeinden.

Sichtlich gerührt zeigte sich Walter Laub von den Worten der Redner und den zahlreichen Mails sowie persönlichen Botschaften, die ihn im Vorfeld von Bürgerinnen und Bürgern erreicht hatten. Mit Dankbarkeit ermutigte er seinen Nachfolger zu Gelassenheit und dem Mut zu neuen Ideen. Humorvoll zitierte er als Motto für das, was war und kommen wird, die Worte eines bengalischen Dichters: „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.“

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Musikverein Umkirch unter der Leitung von Frieder Reich mit Stücken wie „Time to Say Goodbye“. Begleitet vom Musikverein setzte Karen Capistrano mit „Send in the Clowns“ einen besonderen musikalischen Akzent. Nicht fehlen durfte zum Abschluss das Badnerlied. Alfons Theis