„Käppelematten“ ist noch eine Hügel-Landschaft
Denzlingen (hg). Aktuell rollen die Bagger; die Glottertalstraße ist noch für einige Zeit für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Zahlreiche Erdhügel prägen aktuell das Landschaftsbild zwischen Waldkircher-, Glotter- und Elzstraße. Der Grund dafür ist weithin sichtbar: Das 4,4 Hektar große Areal des ersten Bauabschnitts wird plangemäß erschlossen. Bürgermeister Fabian Nitz ging in seinem dieser Tage erschienenen zweiten Bericht „Direkt aus dem Rathaus“ darauf ein.
Bereits beim Start der Bewerbungsphase zum Baugebiet „Käppelematten“ im Juli wies der Bürgermeister vor 60 erschienenen Besuchern im Kultur- und Bürgerhaus darauf hin, dass Bauinteressenten „aktiv und partnerschaftlich“ begleitet würden, damit sie schnell in die Umsetzung kämen. Ganz bewusst wolle man dabei eine offene und niedrigschwellige Konzeptvergabe. „Die Mischung macht’s!“, ergänzte Nitz dazu, denn „unterschiedliche Wohnformen sorgen für eine lebendige Nachbarschaft.“ Bewusst wolle man im „Käppelematten ein „lebendiges, buntes und sozial ausgewogenes Viertel, in dem privates Wohneigentum, bezahlbarer Mietwohnraum, innovative Baugemeinschaften, Genossenschaften und erfahrene Bauträger Hand in Hand nebeneinander Platz finden.“ Dabei gehe es nicht darum, Grundstücke an den Meistbietenden zu veräußern. Vielmehr sei jetzt der Wettbewerb um die besten Ideen eröffnet. Die Bewerbungsphase für Grundstücke läuft noch bis zum 4. Dezember.
Mit der Gründung der „Nahwärmegesellschaft Käppelematten“ habe man mit der DEnG dieses Jahr bereits eine weitere Etappe für ein klimaneutrales Quartier gemeistert. Mit Hochdruck werde an der Umsetzung des Nahwärmenetzes gearbeitet. Der Gemeinderat habe inzwischen den finalen Standort für die dazugehörige Heizzentrale am Leichtathletikstadion beschlossen. Jetzt nehme „Käppelematten“ immer mehr Gestalt an, die Bagger rollen, dringend benötigte Wohnungen für Denzlingen werden geschaffen. Die „neue Nachbarschaft auf den Käppelematten“ werde Denzlingen in den kommenden Jahren nicht nur räumlich erweitern, sondern auch noch enger zusammenwachsen lassen.
„Bezahlbares Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit“, schreibt der Bürgermeister in seinem zweiten Bericht nach „Ein Jahr im Amt“. Gemeinden könnten dabei einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie „neue Nachbarschaften entwickeln, gute Lösungen für den Bestand erarbeiten und Innovationen fördern, beispielsweise durch die Konzeptvergabe von Grundstücken.“ Gleichzeitig könne die Kommune auch selbst ihren Wohnungsbestand erweitern. Bürgermeister Nitz prognostiziert abschließend, dass das aktuell „beherzte Investment in den kommunalen Wohnraum“ von der Kommunalpolitik in 40 Jahren mit Dankbarkeit gesehen werde.
