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Sanierung beschlossen

„Fit für die Zukunft“ will Umkirch sein / Das dritte Sanierungsgebiet steht in den Startlöchern

Umkirch. Der Umkircher Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 19. Oktober einstimmig beschlossen, einen erneuten Antrag auf Aufnahme in ein Landes-Städtebauförderungsprogramm für den Bereich „Ortskern III“ zu stellen. Mit der Entscheidung folgte das Gremium geschlossen der Vorlage der Verwaltung sowie den Ausführungen von Matthias Weber, Kommunal Konzept Sanierungsgesellschaft mbH aus Freiburg.

Das rund 4,3 Hektar große Antragsgebiet soll durch gezielte Maßnahmen fit für die Zukunft gemacht werden. Es wäre das dritte Sanierungsgebiet in Umkirch. Bürgermeister Pascal Saffran begrüßte die Sanierungen.

Im Fokus der Städtebauförderung stehen dabei vor allem die Stärkung und Revitalisierung des bestehenden Zentrums, die Sicherung der Nahversorgung sowie wichtige Aspekte des Klimaschutzes. Dazu gehören unter anderem, die Energieeffizienz im Altbaubestand zu fördern, die das Stadtklima zu verbessern sowie die Reduzierung von Lärm und Abgasen anzugehen.

Die entsprechenden finanziellen Mittel für das Projekt werden in den kommenden Haushaltsjahren ab 2027 eingeplant.

Die Maßnahme wird unterstützt von Landes- und Bundesmitteln (60 Prozent Bund zusammen), 40 Prozent übernimmt die Gemeinde selbst; diese bleibt auch Herrin des Verfahrens. Der Klimaschutz hat jetzt größeres Gewicht. Das geplante Gebiet umfasst den Ortskern mit Feuerwehrhaus, Gutshof und das Wohngebiet sowie auch das kirchliche Anwesen, Pfarrhaus mit Gemeindehaus. Matthias Weber sprach ausdrücklich von ersten Überlegungen. Eine Mediathek im Zentrum werde die Attraktivität steigern.

Der Fördertopf vom Bund

Der Bund wolle den Fördertopf zwar auf 400 Millionen Euro verdoppeln, aber Umkirch müsse eben jene 40 Prozent aufbringen – und sei nicht auf Rosen gebettet. Man könne aber klein anfangen, etwa mit 800.000 Euro und dann steigern. Die Grunderwerbe lägen mit 1,7 Millionen relativ hoch, man dürfe den Finanzrahmen nicht sprengen.

Rat Christian Bölter sagte daraufhin: „Wir haben das Geld nicht, es ist ein langer Prozess – zehn Jahre“. Er fand es toll, dass Bürger mit ins Boot geholt werden. Gabriel Tröscher machte wiederum deutlich, dass man den Bürgern erläutern müsse, warum manche Anwesen im Gebiet lägen, manche hingegen nicht. Klaus Krüger